Prozessgespräch
Microsoft Dynamics NAV

Navision ablösen oder anbinden: was Ihre Version noch trägt

Ob Sie Navision ablösen müssen, hängt vor allem von Ihrer Version ab: Für Dynamics NAV 2009 bis 2016 hat Microsoft den Support bereits beendet, NAV 2017 endet am 11. Januar 2027, NAV 2018 am 11. Januar 2028. Bis dahin kann eine Anbindung über die vorhandenen Webservices Abläufe automatisieren und Zeit für einen geordneten Umstieg kaufen. Ersetzen kann sie den Umstieg nicht.

Von Lucas Weber, Geschäftsführer der Weber Media Consulting GmbHAktualisiert am 34 QuellenProzessgespräch vereinbaren
Letzte NAV-Version im Support
NAV 2018, erweiterter Support bis 11.01.2028
NAV 2017
erweiterter Support endet am 11.01.2027
Upgrade-Weg laut Microsoft
NAV 2015 bis 2018 über Business Central v14 und v25, mit Umstellung von C/AL auf AL
E-Rechnung im Inland (B2B)
Ausstellungspflicht nach § 14 UStG, Übergangsregeln bis Ende 2026 bzw. 2027

Wie lange wird Ihre NAV-Version noch unterstützt?

Von allen Dynamics-NAV-Versionen sind am 5. November 2026 nur noch NAV 2017 und NAV 2018 im erweiterten Support, alle älteren Versionen haben keinen Support mehr. Alle NAV-Versionen folgen der Fixed Lifecycle Policy von Microsoft: erst Mainstream-Support, danach erweiterter Support, dann Ende.

Die Daten stammen aus den Lifecycle-Seiten auf Microsoft Learn, abgerufen am 5. November 2026. Eine Falle beim Nachschlagen: Die Produktseiten zeigen das Ende als Zeitstempel 06:59:59 Uhr pazifischer Zeit am Folgetag, die Jahresübersichten nennen den Kalendertag davor. Wir nennen den Kalendertag aus den Jahresübersichten.

Für Business Central on-premises gelten eigene Regeln. Die ersten Versionen 13 und 14 liefen unter der Fixed Policy und sind seit Oktober 2025 ohne Support. Ab Version 15 gilt die Modern Lifecycle Policy: Jede Version hat ein festes Ende, und Microsoft unterstützt die Installation nur, wenn Ihr Team sie aktuell hält.

VersionEnde Mainstream-SupportEnde erweiterter SupportStand 05.11.2026
Dynamics NAV 2009 und 2009 R213.01.2015Januar 2020kein Support
Dynamics NAV 2013 und 2013 R2Januar 201810.01.2023kein Support
Dynamics NAV 2015Januar 202014.01.2025kein Support
Dynamics NAV 2016April 202114.04.2026kein Support
Dynamics NAV 201711.01.202211.01.2027erweiterter Support, rund zwei Monate
Dynamics NAV 201810.01.202311.01.2028erweiterter Support
Business Central on-premises v13 und v1410.10.2023Oktober 2025kein Support
Business Central on-premises v26–Oktober 2026kein Support
Business Central on-premises v27, v28, v29–06.04.2027, 13.10.2027, 06.04.2028im Support
Business Central onlineModern Lifecycle Policykein festes Enddatumim Support

Prüfen Sie die exakte Version in Ihrem System und nicht nur den Produktnamen. NAV 2009 und NAV 2009 R2, NAV 2013 und NAV 2013 R2 haben eigene Lifecycle-Einträge.

Was das Support-Ende praktisch bedeutet

Nach dem Support-Ende liefert Microsoft für die Version keine Sicherheitsupdates, keine sonstigen Updates und keine Hilfe mehr, weder kostenlos noch gegen Bezahlung. So steht es wörtlich auf den End-of-Support-Seiten von Microsoft. Das System läuft technisch weiter, es wird nur nicht mehr gepflegt.

Schon im erweiterten Support ist der Umfang kleiner: Microsoft liefert dann Sicherheitsupdates ohne Zusatzkosten, nimmt aber keine Anfragen für Designänderungen oder neue Funktionen mehr an. Nicht sicherheitsrelevante Updates gibt es dort nur kostenpflichtig.

Praktisch heißt das drei Dinge. Erstens Sicherheit: Lücken im NAV-Server, im Client oder in mitgelieferten Komponenten bleiben offen. Zweitens Steuer und Recht: Anpassungen an neue Pflichten, etwa die E-Rechnung, kommen nicht mehr vom Hersteller. Drittens Kompatibilität: Microsoft garantiert nicht, dass ältere Produkte auf neueren Plattformen wie einer neuen Windows-Version laufen.

  • Sicherheit: keine Patches mehr für bekannt gewordene Lücken nach dem Enddatum.
  • Regulatorik: Steuer- und Formatänderungen müssen Sie selbst oder über Ihren Partner nachziehen.
  • Kompatibilität: Betriebssystem, SQL Server und Clients altern mit, jedes Plattform-Update wird zur Einzelprüfung.
  • Know-how: Wissen über C/AL-Entwicklung wird seltener, das betrifft Ihr Team und Ihre Dienstleister.

E-Rechnung: die Pflicht, die nicht auf Ihre NAV-Version wartet

Die E-Rechnungspflicht gilt unabhängig davon, welches ERP Sie einsetzen. Nach § 14 Abs. 2 UStG ist eine Rechnung für eine Leistung an einen anderen Unternehmer im Inland als elektronische Rechnung auszustellen. Eine elektronische Rechnung ist laut § 14 Abs. 1 UStG eine Rechnung in einem strukturierten elektronischen Format, das eine elektronische Verarbeitung ermöglicht und der europäischen Norm entspricht oder die vollständige Extraktion in ein normkonformes Format erlaubt.

Für den Versand gelten Übergangsregeln nach § 27 Abs. 38 UStG: Für Umsätze bis Ende 2026 dürfen Rechnungen bis 31. Dezember 2026 noch auf Papier oder, mit Zustimmung des Empfängers, in einem anderen elektronischen Format übermittelt werden. Für Umsätze im Jahr 2027 gilt das bis 31. Dezember 2027 nur noch für Unternehmer mit höchstens 800.000 Euro Vorjahresumsatz sowie für EDI-Verfahren mit Zustimmung des Empfängers.

Für NAV heißt das: Ob Ihr System XRechnung oder ZUGFeRD erzeugen und einlesen kann, hängt von Ihren Anpassungen und Zusatzmodulen ab, nicht von Microsoft. Business Central bringt für Deutschland ab Version 26.3 ein E-Document-Framework mit XRechnung (nur UBL), ZUGFeRD und Peppol BIS 3 mit. Für NAV kommt diese Funktion nicht mehr als Update. Eine Anbindung kann die Lücke schließen: Rechnungseingang und Rechnungsausgang laufen in einem Dienst außerhalb von NAV, NAV erhält oder liefert nur die Buchungsdaten.

Die steuerliche Bewertung Ihres Einzelfalls stimmen Sie bitte mit Ihrer Steuerberatung ab. Maßgeblich sind § 14 und § 27 Abs. 38 UStG in der aktuellen Fassung.

Welche Schnittstellen hat Ihre NAV-Version?

Jede NAV-Version ab 2009 hat mindestens SOAP-Webservices, über die externe Programme Seiten und Codeunits aufrufen können. Microsoft schreibt, dass SOAP-Webservices seit Microsoft Dynamics NAV 2009 verfügbar sind. Für NAV 2018 dokumentiert Microsoft zusätzlich OData-Webservices zum Lesen und Schreiben über beschreibbare Seiten. Für NAV 2013 R2 belegen die Hotfix-Listen von Microsoft ebenfalls OData-Webservices.

In Business Central sind REST-APIs der empfohlene Weg. Sie basieren wie die OData-Webservices auf OData Version 4. SOAP ist abgekündigt: Ab Version 29 lassen sich Microsoft-Seiten nicht mehr als SOAP-Endpunkt veröffentlichen, ab Version 30 auch nicht mehr als OData-Endpunkt. Wer heute eine Anbindung an NAV baut und später auf Business Central wechselt, sollte die Schnittstelle deshalb so kapseln, dass der Wechsel von SOAP auf API nur eine Stelle betrifft.

Direkter Datenbankzugriff ist nur lesend vertretbar. Microsoft nennt das Lesen aus der Datenbank für Business Central on-premises ausdrücklich als Möglichkeit, warnt aber, dass dies einen späteren Wechsel in die Cloud blockieren kann. Am Server vorbei auf SQL-Objekte zuzugreifen, bezeichnet Microsoft als nicht empfohlen und nicht unterstützt; Trigger oder eigene Prozeduren in der Datenbank können Upgrades brechen.

SystemSOAPODataREST-APIDatenbank
NAV 2009 und 2009 R2ja, Seiten und Codeunitsam System prüfenneinnur lesend
NAV 2013 bis 2017jaja, für NAV 2013 R2 belegt, sonst am System prüfenneinnur lesend
NAV 2018jaja, lesen und schreiben über beschreibbare SeitenAPI v1.0 laut Microsoft aktivierbar, am System prüfennur lesend
Business Central on-premisesabgekündigt, Microsoft-Seiten ab v29 nicht mehrOData V4, Microsoft-Seiten ab v30 nicht mehrAPI v2.0, nach Aktivierungnur lesend, blockiert Cloud-Wechsel
Business Central onlineabgekündigtOData V4API v2.0, voreingestellt aktiv, Anmeldung über OAuthkein Zugriff

Weiterbetreiben, upgraden oder neu auswählen?

Die Entscheidung folgt aus fünf Kriterien: Version, Anpassungsgrad, Sicherheitslage, E-Rechnungsfähigkeit und Personal. Keines davon lässt sich in Euro vorab beziffern, aber jedes lässt sich in einem Gespräch mit Ihrem Team und Ihrem NAV-Partner klar beantworten.

Weiterbetreiben plus automatisieren ist der Weg, wenn NAV 2017 oder 2018 noch im Support ist, ein Umstieg geplant, aber nicht in den nächsten Monaten machbar ist, und wenn die Lücken vor allem in Abläufen um NAV herum liegen. Ein Upgrade auf Business Central liegt nahe, wenn Ihre Prozesse in NAV gut abgebildet sind und die Anpassungen sich in AL-Erweiterungen überführen lassen. Eine Neuauswahl lohnt die Prüfung, wenn NAV stark verbogen wurde, wichtige Prozesse längst in Excel oder Nebensystemen laufen oder das Unternehmen sich grundlegend verändert hat.

KriteriumWeiter betreiben und anbindenUpgrade auf Business CentralNeuauswahl prüfen
VersionNAV 2017 oder 2018, noch im SupportNAV 2015 bis 2018 (offizieller Upgrade-Pfad)NAV 2009 oder 2013, kein offizieller Upgrade-Pfad
Anpassungsgradgering bis mittel, stabildokumentiert, in AL überführbarhoch, undokumentiert, Kernlogik umgebaut
SicherheitslageServer gehärtet, nicht aus dem Internet erreichbarSupport-Ende nahtVersion ohne Sicherheitsupdates
E-Rechnungper vorgelagertem Dienst lösbarStandardfunktion in Business Central nutzenAnforderung übersteigt NAV deutlich
PersonalPartner oder internes C/AL-Wissen vorhandenTeam kann Umstieg begleitenkein NAV-Know-how mehr greifbar

Weiterbetreiben ist eine Übergangsentscheidung mit Datum. Legen Sie fest, bis wann der Umstieg begonnen haben muss, spätestens mit Blick auf das Support-Ende Ihrer Version.

Was Sie automatisieren können, ohne NAV anzufassen

Ohne Änderung am NAV-Code lassen sich vor allem Abläufe automatisieren, die heute vor oder nach NAV per Hand passieren: Belege erfassen, Daten prüfen, Berichte erstellen. Die Automatisierung arbeitet in einem eigenen Dienst und nutzt nur die veröffentlichten Webservices von NAV oder liest aus der Datenbank.

Der Vorteil: Was Sie so bauen, überlebt den späteren Umstieg. Die Logik für Prüfung, Abgleich und Freigabe liegt außerhalb von NAV; beim Wechsel auf Business Central tauschen Sie nur die Schnittstelle, nicht den Ablauf.

  • Rechnungseingang: E-Rechnungen und PDF-Rechnungen auslesen, mit Bestellung und Wareneingang abgleichen, als Buchungsvorschlag an NAV übergeben.
  • Auftragserfassung: Bestellungen aus E-Mails oder Portalen auslesen, prüfen und als Verkaufsauftrag über einen Webservice anlegen.
  • Berichtswesen: Kennzahlen lesend aus NAV ziehen und mit anderen Systemen zusammenführen, ohne Berichte in NAV zu programmieren.
  • Stammdaten: Dubletten, fehlende Pflichtfelder und abweichende Bankdaten außerhalb von NAV finden und zur Korrektur vorlegen.
  • Abstimmung: Offene Posten zwischen NAV und einem zweiten System täglich vergleichen und nur Abweichungen melden.
  • Archiv und Nachweise: Jeden automatischen Schritt protokollieren, damit Prüfung und Steuerberatung ihn nachvollziehen können.

Der Weg von Navision zu Business Central laut Microsoft

Microsoft führt NAV 2015, 2016, 2017 und 2018 als Ausgangsversionen für ein Upgrade auf Business Central on-premises. Der Weg läuft in Stufen: zuerst Business Central Spring 2019 (Version 14), dann Version 25, dann die Zielversion 26 bis 29. Für diesen Pfad muss die Anwendung von C/AL auf AL umgestellt werden.

NAV 2009 und NAV 2013 stehen in dieser Übersicht nicht als Ausgangsversion. Für sie ist ein Upgrade daher ein mehrstufiges Projekt über Zwischenversionen, das Sie mit Ihrem Partner im Detail planen sollten. Business Central online erreichen Sie laut Microsoft über eine Migration der Daten aus Business Central on-premises.

Für eine Anbindung, die Sie jetzt an NAV bauen, heißt das: Jede Stufe des Upgrades ändert die Schnittstelle. Wer die Automatisierung von Anfang an über eine eigene Zwischenschicht führt, testet nach jedem Schritt nur diese Schicht neu.

Risiken und Grenzen einer Anbindung

Eine Anbindung behebt kein Sicherheitsproblem im Altsystem, sie öffnet im Gegenteil eine neue Tür. Webservices müssen deshalb abgesichert, auf das Nötigste beschränkt und nur im internen Netz oder über einen geschützten Zugang erreichbar sein.

Microsoft weist für Webservices auf weitere Grenzen hin: Webservices sind zustandslos, Seiten, die eine Rückfrage an den Benutzer erwarten, können im Webservice-Aufruf Probleme verursachen, und Datums- und Zahlenformate hängen an der Spracheinstellung des Servers. Diese Punkte gehören in jeden Test.

  • Die Anbindung kauft Zeit, sie verlängert keinen Herstellersupport.
  • Schreibende Zugriffe nur über Webservices und die Geschäftslogik von NAV, nie direkt in die Datenbank.
  • Jede Zusatzschicht braucht Betrieb, Überwachung und eine verantwortliche Person in Ihrem Team.
  • Je älter die Version, desto weniger Schnittstellen stehen zur Verfügung und desto mehr Aufwand entsteht pro Ablauf.

Ablauf in 6 Schritten

  1. 01
    Version und Support-Datum feststellen

    Genaue NAV-Version und Build im System ablesen und mit der Lifecycle-Seite von Microsoft abgleichen.

  2. 02
    Anpassungen und Schnittstellen erfassen

    Welche Objekte sind angepasst, welche Webservices sind veröffentlicht, welche Nebensysteme hängen dran.

  3. 03
    Pflichten prüfen

    E-Rechnung im Versand und Empfang, Sicherheitsanforderungen und Prüfpflichten mit Steuerberatung und IT klären.

  4. 04
    Entscheidung mit Datum treffen

    Weiterbetreiben mit Anbindung, Upgrade auf Business Central oder Neuauswahl, jeweils mit festem Zieltermin.

  5. 05
    Einen Ablauf als Prototyp anbinden

    Im Automatisierungs-Sprint läuft ein Ablauf, etwa der Rechnungseingang, auf echten Daten in Ihrer Testumgebung.

  6. 06
    Betrieb und Umstieg vorbereiten

    Die Automatisierung so kapseln, dass beim Wechsel auf Business Central nur die Schnittstelle getauscht wird.

Bevor Sie starten

  • Exakte NAV-Version und Build-Nummer sind bekannt.
  • Das Support-Ende Ihrer Version ist bei Microsoft nachgeschlagen und intern bekannt.
  • Eine Testumgebung mit aktuellen Daten ist vorhanden oder kann aufgesetzt werden.
  • Die veröffentlichten Webservices (SOAP, OData) sind aufgelistet.
  • Angepasste Objekte und deren Zweck sind dokumentiert.
  • Es ist geklärt, wie Ihr Team E-Rechnungen heute empfängt und künftig versendet.
  • Der NAV-Server ist nicht direkt aus dem Internet erreichbar.
  • Eine Ansprechperson für NAV, intern oder beim Partner, ist benannt.
  • Ein Zieldatum für den Umstieg ist festgelegt, auch wenn es noch vorläufig ist.

Wann es sich nicht lohnt

  • Ihre Version hat keinen Support mehr und der Server verarbeitet sensible Daten: Hier ist der Umstieg die Priorität, nicht eine weitere Schicht auf einem ungepatchten System.
  • Sehr alte Versionen ohne nutzbare Webservices: Der Aufwand pro Ablauf steigt, ohne dass er beim Umstieg weiterverwendet werden kann.
  • Der Umstieg auf Business Central ist bereits beauftragt und startet in wenigen Wochen: Dann automatisieren Sie besser gleich am neuen System.
  • Es gibt niemanden mehr, der NAV betreut: Eine Anbindung braucht ein stabiles Gegenüber auf der NAV-Seite.
  • Das Hauptproblem ist der Prozess selbst und nicht die Handarbeit: Dann gehört der Prozess neu gedacht, bevor etwas automatisiert wird.

Häufige Fragen

Wann endet der Support für Microsoft Dynamics NAV?

Das hängt von der Version ab: NAV 2017 endet am 11. Januar 2027, NAV 2018 als letzte Version am 11. Januar 2028. NAV 2009 bis NAV 2016 haben keinen Support mehr, NAV 2016 endete am 14. April 2026. Die Daten stammen von den Lifecycle-Seiten auf Microsoft Learn.

Kann ich Navision nach dem Support-Ende weiter nutzen?

Ja, das System läuft technisch weiter, Microsoft liefert aber keine Sicherheitsupdates, sonstigen Updates oder Hilfe mehr. Das Risiko trägt dann Ihr Unternehmen allein. Für eine begrenzte Übergangszeit kann das vertretbar sein, wenn der Server gut abgeschottet ist und ein Umstiegsdatum feststeht.

Muss ich Navision wegen der E-Rechnung ablösen?

Nicht zwingend, die E-Rechnungspflicht nach § 14 UStG lässt sich auch mit einem vorgelagerten Dienst erfüllen, der E-Rechnungen erzeugt oder ausliest und mit NAV Daten austauscht. Microsoft liefert für NAV keine Anpassungen mehr dafür, Business Central bringt XRechnung, ZUGFeRD und Peppol für Deutschland ab Version 26.3 mit. Den steuerlichen Einzelfall klären Sie bitte mit Ihrer Steuerberatung.

Welche Schnittstellen hat Dynamics NAV?

NAV bietet seit Version 2009 SOAP-Webservices für Seiten und Codeunits, spätere Versionen zusätzlich OData-Webservices. Für NAV beschreibt Microsoft außerdem die Aktivierung einer API in Version 1.0. Welche davon in Ihrem System aktiv sind, zeigt die Webservice-Übersicht in NAV.

Darf man direkt auf die NAV-Datenbank zugreifen?

Lesend ist das bei on-premises-Installationen möglich und von Microsoft für Business Central on-premises ausdrücklich beschrieben. Schreibende Zugriffe am Server vorbei bezeichnet Microsoft als nicht empfohlen und nicht unterstützt, weil sie Upgrades und Integrationen brechen können. Daten schreiben Sie deshalb immer über Webservices.

Wie komme ich von Navision zu Business Central?

Microsoft beschreibt für NAV 2015 bis 2018 einen Upgrade-Pfad über Business Central Version 14 und 25 bis zur aktuellen Version. Dabei wird die Anwendung von C/AL auf AL umgestellt. NAV 2009 und 2013 stehen nicht als direkte Ausgangsversion in der Übersicht von Microsoft.

Ist Business Central on-premises zeitlich unbegrenzt unterstützt?

Nein, jede Version von Business Central on-premises hat ein eigenes Enddatum, etwa Version 27 bis 6. April 2027 und Version 29 bis 6. April 2028. Microsoft unterstützt die Installation nur, wenn sie aktuell gehalten wird. Ohne festes Enddatum läuft laut Microsoft nur Business Central online unter der Modern Lifecycle Policy.

Lohnt sich Automatisierung, wenn der Umstieg ohnehin kommt?

Ja, wenn bis zum Umstieg noch Zeit vergeht und die Automatisierung außerhalb von NAV liegt. Dann bleibt die Logik für Prüfung und Freigabe beim Wechsel erhalten, nur die Schnittstelle wird getauscht. Steht der Umstieg in wenigen Wochen an, automatisieren Sie besser direkt am neuen System.

Quellen

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  2. Microsoft Lifecycle: Dynamics NAV 2009 R2abgerufen am 05. November 2026
  3. Microsoft Lifecycle: Dynamics NAV 2013abgerufen am 05. November 2026
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  6. Microsoft Lifecycle: Dynamics NAV 2016abgerufen am 05. November 2026
  7. Microsoft Lifecycle: Dynamics NAV 2017abgerufen am 05. November 2026
  8. Microsoft Lifecycle: Dynamics NAV 2018abgerufen am 05. November 2026
  9. Microsoft Lifecycle: Business Central on-premises (Fixed Policy)abgerufen am 05. November 2026
  10. Microsoft Lifecycle: Business Central on-premises (Modern Policy)abgerufen am 05. November 2026
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  12. Microsoft Lifecycle: Ending Support in 2015abgerufen am 05. November 2026
  13. Microsoft Lifecycle: Ending Support in 2022abgerufen am 05. November 2026
  14. Microsoft Lifecycle: Ending Support in 2023abgerufen am 05. November 2026
  15. Microsoft Lifecycle: Ending Support in 2025abgerufen am 05. November 2026
  16. Microsoft Lifecycle: Ending Support in 2026abgerufen am 05. November 2026
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  18. Microsoft Lifecycle: Ending Support in 2028abgerufen am 05. November 2026
  19. Microsoft Lifecycle: Fixed Lifecycle Policyabgerufen am 05. November 2026
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  21. Microsoft Learn: Software lifecycle policy and on-premises updates (Business Central)abgerufen am 05. November 2026
  22. Microsoft Learn: Supported upgrade paths to Business Central on-premisesabgerufen am 05. November 2026
  23. Microsoft Learn: Compare REST APIs, OData, and SOAP web services in Business Centralabgerufen am 05. November 2026
  24. Microsoft Learn: Deprecated features in the client, server, database (Business Central)abgerufen am 05. November 2026
  25. Microsoft Learn: (v1.0) Enabling APIs for Microsoft Dynamics NAVabgerufen am 05. November 2026
  26. Microsoft Learn: API (v2.0) for Business Centralabgerufen am 05. November 2026
  27. Microsoft Learn: OData Web Services (Dynamics NAV 2018)abgerufen am 05. November 2026
  28. Microsoft Learn: Working with Dynamics NAV Web Services (NAV 2018)abgerufen am 05. November 2026
  29. Microsoft Learn: Overview of Released Platform Hotfixes for Microsoft Dynamics NAV 2013 R2abgerufen am 05. November 2026
  30. Microsoft Learn: Extract data from Business Centralabgerufen am 05. November 2026
  31. Microsoft Learn: Installation considerations for Microsoft SQL Server and Business Centralabgerufen am 05. November 2026
  32. Microsoft Learn: Electronic invoicing in Germany (Business Central)abgerufen am 05. November 2026
  33. § 14 UStG Ausstellung von Rechnungenabgerufen am 05. November 2026
  34. § 27 UStG Allgemeine Übergangsvorschriften (Abs. 38)abgerufen am 05. November 2026

Dieser Beitrag ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Genannte Produktnamen sind Marken ihrer jeweiligen Inhaber; eine Partnerschaft mit den Herstellern besteht nicht.

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