Was lässt sich an abas ERP automatisieren?
An abas ERP lassen sich vor allem Abläufe automatisieren, bei denen Belege von außen kommen und heute von Hand ins System übertragen werden: Bestellungen von Kunden, Auftragsbestätigungen von Lieferanten, Lieferavise, Eingangsrechnungen, Stammdatenänderungen und Rückmeldungen aus der Fertigung. Abas selbst beschreibt sein System als ERP für den fertigenden Mittelstand, ausgelegt auf Betriebe mit etwa 50 bis 500 Mitarbeitenden. Genau dort fallen diese Belege in großer Zahl an.
Der richtige Weg hängt davon ab, in welcher Form ein Beleg ankommt. Strukturierte Daten von Partnern, die EDI sprechen, gehören in die EDI-Anbindung. E-Rechnungen im Format ZUGFeRD verarbeitet abas laut Hersteller selbst. Für PDFs, E-Mails und Excel-Listen braucht es einen vorgelagerten Schritt, der die Daten ausliest, prüft und dann über die REST API oder Abas Connect ins ERP schreibt.
| Ablauf | Typischer Eingang | Sinnvoller Weg ins ERP |
|---|---|---|
| Auftragserfassung | Bestellung als PDF oder E-Mail, teils EDI | Auslesen und prüfen, dann Kundenauftrag über die REST API; bei EDI-Kunden die EDI-Anbindung |
| Auftragsbestätigungen von Lieferanten | PDF per E-Mail | Abgleich gegen die eigene Bestellung, Abweichungen an den Einkauf, Termin über die REST API |
| Lieferavis und Lieferabrufe | EDI-Nachricht oder PDF | EDI mit Überwachung in der EDI-Zentrale; PDF-Avise wie Auftragsbestätigungen |
| Rechnungseingang | E-Rechnung, PDF, Papier | ZUGFeRD/Factur-X im Standard; XRechnung und PDF über einen vorgelagerten Prüfschritt |
| Stammdaten | Formular, Lieferantenportal, Tabelle | Prüfung und Freigabe, dann Anlage oder Änderung über die REST API |
| Rückmeldungen aus der Fertigung | Maschine, Terminal, Scanner | Abas Connect für Geräte und Maschinen, sonst REST API |
Welche Schnittstellen bietet abas ERP laut Hersteller?
Abas nennt auf seinen Produktseiten fünf Gruppen von Integrationswegen: die REST API, das Werkzeug Abas Connect, spezialisierte Connectoren, EDI sowie ein B2B-Portal mit Webshop. Die REST API beschreibt der Hersteller als Webschnittstelle für lesenden und schreibenden Datenzugriff in Echtzeit. Abas Connect ist laut abas ein grafisches Integrationswerkzeug mit Low-Code-Ansatz, mit dem sich Software und Geräte ohne Programmierung anbinden lassen.
In einem Blogbeitrag beschreibt abas Abas Connect zusätzlich als integrierte, cloudbasierte Plattform, die Nachrichten umwandelt und weiterleitet. Die Verbindung zwischen einem System im eigenen Haus und den abas-Clouddiensten wird dabei so aufgebaut, dass im Firmennetz keine eingehenden Ports geöffnet werden müssen. Für Ihre IT ist das ein wichtiger Punkt, weil keine Firewall-Freigabe von außen nötig ist.
| Weg laut abas | Wofür | Was öffentlich fehlt |
|---|---|---|
| REST API | Lesen und Schreiben von ERP-Daten in Echtzeit, auch unternehmensspezifische Anpassungen | Liste der Objekte, Endpunkte und Anmeldeverfahren |
| Abas Connect | Schnittstellen grafisch einrichten, Nachrichten umwandeln und weiterleiten, auch RFID | Liste der mitgelieferten Formate und Grenzen |
| PDM-, DMS- und MS-SQL-Connector | PDM-Systeme anbinden, fremde DMS anbinden, ERP-Daten automatisch nach Microsoft SQL Server exportieren | Takt und Umfang des SQL-Exports |
| Exchange Connector | Aufgaben bidirektional mit Microsoft Exchange abgleichen (Service Pack 2024.Q3.1) | weitere Objekte neben Aufgaben |
| EDI mit EDI-Zentrale | Geschäftsbelege mit Kunden und Lieferanten austauschen, Nachrichten überwachen | unterstützte Nachrichtentypen und Formate |
| Prodaso Connector | Maschinen- und Prozessdaten mit ERP-Daten für KI-Analysen verbinden | Datenfluss zurück ins ERP |
| B2B-Portal und Webshop | Kunden und Lieferanten anbinden, Webshop auf Shopware-Basis | Schnittstellen nach außen |
Alle Angaben stammen von den Produkt- und Newsseiten des Herstellers, abgerufen am 5. November 2026. Welche Wege in Ihrer Installation lizenziert und eingerichtet sind, steht in Ihrem Vertrag und in Ihrem System, nicht auf der Website.
Was ist öffentlich dokumentiert, und was nicht?
Die technische Entwicklerdokumentation zu abas ERP ist nicht öffentlich. Die Adresse der abas-Dokumentation leitet am 5. November 2026 in das abas-Extranet weiter, und dort gibt es ohne Anmeldung keinen Zugriff. Öffentlich beschreibt der Hersteller, welche Schnittstellen es gibt, aber nicht, welche Objekte, Felder und Anmeldeverfahren die REST API im Einzelnen anbietet.
Etwas mehr zeigen die öffentlichen Beispielprojekte des abas-Essentials-SDK-Teams auf GitHub. Das Essentials SDK ist der Baukasten für Erweiterungen, die in abas ERP selbst laufen. Die Beispiel-App braucht für Bibliotheken und Testsysteme einen Extranet-Zugang. Ihre Entwicklungsumgebung verbindet sich über EDP mit dem ERP, konfiguriert mit Host, Port, Benutzer und Passwort. EDP ist damit ein Weg für Programme, die eng mit dem System arbeiten, nicht für eine lose Anbindung von außen.
Für Ihr Projekt heißt das: Der genaue Zuschnitt einer Anbindung wird erst an Ihrer Installation sichtbar, mit Zugang zur Dokumentation über Ihren abas-Ansprechpartner oder Ihr Systemhaus. Wer Ihnen vorab konkrete Endpunkte oder eine fertige Feldliste verspricht, sollte zeigen können, woher sie stammen.
Im Netz kursieren Anleitungen mit Beispiel-Adressen für die abas REST API und einem Anmeldeverfahren, die sich in keiner öffentlichen Herstellerquelle finden. Übernehmen Sie solche Beispiele nicht ungeprüft in Ihre Planung.
Wie sehen die typischen Fertigungsabläufe automatisiert aus?
Jeder automatisierte Ablauf an abas ERP folgt demselben Muster: Beleg annehmen, Daten auslesen, gegen das ERP prüfen, Abweichungen einem Menschen zeigen und erst dann schreiben. Der Unterschied zwischen den Abläufen liegt in den Prüfregeln. Wo die Regeln klar sind, entsteht der Datensatz ohne Handgriff. Wo sie nicht greifen, landet der Fall mit Begründung bei Ihrem Team.
Am deutlichsten wird das bei Auftragsbestätigungen von Lieferanten. Sie kommen meist als PDF, weichen oft in Details von der Bestellung ab und werden trotzdem häufig nur abgeheftet. Ein automatischer Abgleich prüft jede Zeile gegen die Bestellung in abas und meldet nur die Abweichungen.
- Auftragserfassung: Bestellungen als PDF oder aus E-Mails werden ausgelesen, Kunde, Artikel und Preise gegen abas geprüft und als Kundenauftrag angelegt oder als Entwurf zur Prüfung vorgelegt.
- Lieferavis und Lieferabrufe: Kommen sie per EDI, gehört die Überwachung in die EDI-Zentrale, die abas für ein- und ausgehende Nachrichten vorsieht. Avise als PDF laufen durch denselben Abgleich wie Auftragsbestätigungen.
- Rechnungseingang: E-Rechnungen im Format ZUGFeRD verarbeitet abas laut Hersteller selbst; alle anderen Formate brauchen den vorgelagerten Prüfschritt mit Bestell- und Wareneingangsabgleich.
- Stammdaten: Neue Lieferanten oder geänderte Bankverbindungen gehen durch eine Freigabe mit Vier-Augen-Prinzip, bevor sie über die REST API in abas landen.
- Rückmeldungen: Maschinen- und Betriebsdaten bindet abas laut eigenen Angaben über Abas Connect und den Prodaso Connector an; manuelle Rückmeldungen lassen sich über Scanner oder einfache Erfassungsseiten vereinfachen.
| Prüfregel für Auftragsbestätigungen | Ergebnis bei Abweichung |
|---|---|
| Ihre Bestellnummer steht in der AB und ist in abas offen | Fall an den Einkauf, keine Zuordnung |
| Artikel stimmt mit der Bestellposition überein, auch über die Lieferanten-Artikelnummer | Hinweis auf möglichen Ersatzartikel |
| Menge gleich oder innerhalb einer festgelegten Toleranz | Teilmenge oder Mehrmenge zur Entscheidung |
| Preis je Einheit und Preiseinheit gleich | Preisabweichung mit Betrag an den Einkauf |
| Bestätigter Termin vor oder am Wunschtermin | Terminverschiebung an Einkauf und Disposition |
| Lieferbedingungen und Zahlungsbedingungen wie bestellt | Hinweis, keine Sperre |
Was kann abas ERP bei E-Rechnung und Rechnungseingang selbst?
Abas ERP erstellt Ausgangsrechnungen laut Hersteller im Format ZUGFeRD/Factur-X oder als XRechnung und versendet sie zum Beispiel als E-Mail-Anhang. Für eingehende E-Rechnungen nennt die Produktseite einen systemgestützten Verarbeitungsablauf für ZUGFeRD/Factur-X, für Rechnungen und Gutschriften. Archiviert werden die Belege im abas-DMS. Für weitere Formate, Plattformen und Länderanforderungen verweist abas auf das Zusatzangebot MyForterro E-Invoicing.
Die Lücke liegt damit beim Eingang anderer Formate. Eine XRechnung als reine XML-Datei nennt die Produktseite für den Eingang nicht, ebenso wenig PDF-Rechnungen ohne eingebettete Daten. Solange Lieferanten nach den Übergangsregeln des Umsatzsteuergesetzes noch Papier- und PDF-Rechnungen schicken dürfen, kommen bei Ihnen also mehrere Formate gleichzeitig an.
Rechtlich gilt: Bei Umsätzen zwischen Unternehmen im Inland ist die Rechnung nach § 14 Abs. 2 UStG grundsätzlich als E-Rechnung in einem strukturierten elektronischen Format auszustellen. § 27 Abs. 38 UStG erlaubt Ausstellern bis Ende 2026 noch Papier und andere Formate, bis Ende 2027 nur noch bei einem Vorjahresumsatz bis 800.000 Euro oder per EDI mit Zustimmung des Empfängers. Wie Sie das in Ihrem Betrieb umsetzen, stimmen Sie mit Ihrer Steuerberatung ab.
- Prüfen Sie in Ihrem Release, welche Eingangsformate Ihr abas tatsächlich verarbeitet, statt sich auf die Website zu verlassen.
- Für XRechnung und PDF reicht ein vorgelagerter Schritt, der die Rechnung liest, gegen Bestellung und Wareneingang prüft und das Ergebnis an abas übergibt.
- Pflichtangaben, Rechenprüfung und Dublettenprüfung gehören in diesen Schritt, nicht erst in die Buchhaltung.
Cloud Edition oder on-premises: was ändert sich für die Automatisierung?
Abas ERP gibt es laut Hersteller in beiden Betriebsmodellen: im eigenen Haus oder als Abas Cloud Edition. Die Cloud Edition ist seit dem Service Pack 2024.Q3.1 vom Oktober 2025 für Neu- und Bestandskunden verfügbar, als vollständig verwaltetes Betriebsmodell in europäischen Rechenzentren. Betrieb, Monitoring, Upgrades und Weiterentwicklung übernimmt dabei der Hersteller, so beschreibt es abas in einer Pressemitteilung vom Mai 2024.
Für die Automatisierung ist der Unterschied der Zugriffsweg. Im eigenen Haus erreicht eine Anbindung das System im Firmennetz, etwa über ein VPN zu einem Server, der die Abläufe ausführt. In der Cloud Edition ist nach unserer Einschätzung nur zu planen, was der Hersteller als Schnittstelle freigibt, also REST API und Abas Connect, nicht ein direkter Zugriff auf Server oder Dateien. Welche Wege in der Cloud Edition im Einzelnen offenstehen, nennt die öffentliche Seite nicht; das klären Sie vor Projektbeginn mit abas.
| Frage | on-premises | Abas Cloud Edition |
|---|---|---|
| Wer betreibt und aktualisiert? | Ihre IT oder Ihr Systemhaus | der Hersteller, laut abas einschließlich Upgrades |
| Wo laufen die Daten? | in Ihrem Rechenzentrum | laut abas in europäischen Rechenzentren |
| Wie erreicht eine Automatisierung das ERP? | im Firmennetz, über REST API, Abas Connect oder EDI | über die freigegebenen Schnittstellen, vor Projektbeginn mit abas klären |
| Wo läuft die Automatisierung selbst? | auf einem Server bei Ihnen oder in einer Private Cloud | in einer Private Cloud oder Public Cloud in der EU, angebunden an die Schnittstellen |
Anpassung im ERP oder Ablauf über die Schnittstelle?
Ein Ablauf über eine offizielle Schnittstelle übersteht Updates in der Regel leichter als eine Anpassung im ERP selbst. Abas betont in seinen Mitteilungen zur Cloud Edition, dass Individualisierbarkeit und Releasefähigkeit zusammengehen sollen. Jede Anpassung, die tief im System sitzt, muss bei einem Release-Wechsel geprüft und gegebenenfalls nachgezogen werden. Ein Ablauf außerhalb, der nur über die REST API oder Abas Connect liest und schreibt, ist davon nur betroffen, wenn sich die Schnittstelle selbst ändert.
Das heißt nicht, dass Anpassungen falsch sind. Eine Prüfung, die direkt beim Erfassen im ERP greifen muss, gehört ins ERP. Ein Ablauf, der Belege von außen annimmt, ausliest und vorprüft, gehört davor. Die Grenze ziehen Sie am besten mit der folgenden Frage: Muss die Logik im Moment der Eingabe im ERP wirken, oder bereitet sie Daten für das ERP vor?
| Kriterium | Anpassung im ERP (Essentials SDK, eigene Programme) | Ablauf über Schnittstelle (REST API, Abas Connect) |
|---|---|---|
| Wirkt beim Erfassen in der abas-Oberfläche | ja | nein |
| Verarbeitet PDFs, E-Mails, KI-Auslesung | aufwendig | ja, außerhalb des ERP |
| Aufwand bei Release-Wechsel | Prüfung je Anpassung | Prüfung nur bei Änderungen der Schnittstelle |
| Nötige Zugänge | Entwicklungszugang, laut SDK-Beispielen über das abas-Extranet | technischer Benutzer mit passenden Rechten |
| Geeignet für | Masken, Plausibilitäten, Ablauflogik im ERP | Belegeingang, Abgleich, Freigabe, Übergabe |
Schreibende Zugriffe immer über einen eigenen technischen Benutzer mit genau den Rechten, die der Ablauf braucht. So bleibt in abas nachvollziehbar, welcher Datensatz aus der Automatisierung stammt.
Was liefert abas bei KI, und wo braucht es einen eigenen Ablauf?
Abas setzt bei KI auf zwei Bausteine aus dem Forterro-Verbund: Prodaso für Analysen von Produktionsdaten und die Plattform MyForterro.ai für Assistenz im ERP. Über den Prodaso Connector werden laut abas Maschinen- und Prozessdaten mit ERP-Daten verbunden, etwa für Anomalieerkennung und Vorhersagen zur Qualität. Auf der KI-Seite schreibt abas, erste produktive Lösungen seien bereits integriert. Viele weitere Anwendungsfälle, vom Sachkontovorschlag bis zum Angebotstext, stellt die Seite als Szenarien vor, ohne zu sagen, welche davon heute verfügbar sind. Die Bereitstellung über eine MyForterro API nennt abas ausdrücklich als künftiges Element.
Für MyForterro.ai nennt Forterro zwei Grundsätze: Folgenreiche Aktionen laufen nur nach Freigabe durch eine Person, und Kundendaten werden nicht zum Training der zugrunde liegenden Modelle genutzt. Welche Funktionen es für abas ERP gibt, lässt die Seite offen; der Umfang unterscheidet sich je Forterro-Produkt.
Ein eigener KI-Ablauf lohnt sich dort, wo Sie heute schon etwas brauchen, das der Hersteller nicht liefert: Bestellungen und Rechnungen aus PDFs lesen, Auftragsbestätigungen abgleichen, Fragen an ERP-Daten in normaler Sprache beantworten. Er läuft außerhalb von abas, greift über die REST API zu und schreibt nur nach Freigabe durch Ihr Team. Auf Wunsch rechnet die KI dabei mit lokalen Modellen in Ihrem Haus, sodass keine Belege an externe Dienste gehen.
Ablauf in 6 Schritten
- 01Installation feststellen
Release, Betriebsmodell (on-premises oder Cloud Edition) und die lizenzierten Integrationswege wie REST API, Abas Connect und EDI mit Ihrer IT oder Ihrem Systemhaus klären.
- 02Einen Ablauf auswählen
Den Ablauf mit der meisten Handarbeit und klaren Regeln wählen, zum Beispiel Auftragsbestätigungen abgleichen oder Bestellungen aus E-Mails erfassen.
- 03Belege und Regeln sammeln
Eine Stichprobe echter Belege aus den letzten Wochen zusammenstellen und die Prüfregeln aufschreiben, die Ihr Team heute im Kopf anwendet.
- 04Zugang zur Testumgebung
Einen technischen Benutzer mit genau den nötigen Rechten in einer abas-Testumgebung einrichten und die Schnittstellendoku über Ihren abas-Kontakt bereitstellen.
- 05Prototyp auf echten Daten
Im Automatisierungs-Sprint den Ablauf auf den gesammelten Belegen laufen lassen, Abweichungen sichtbar machen und die Regeln mit Ihrem Team nachschärfen.
- 06Freigabe und Betrieb
Erst nach Abnahme in die Produktivumgebung übernehmen, mit Protokoll je Beleg, Fehlermeldung an eine benannte Person und Prüfung nach jedem abas-Update.
Bevor Sie starten
- Sie kennen Ihr abas-Release und wissen, ob Sie on-premises oder in der Abas Cloud Edition arbeiten.
- Sie wissen, ob REST API und Abas Connect bei Ihnen lizenziert und eingerichtet sind.
- Es gibt eine abas-Testumgebung mit aktuellem Datenstand, in der geschrieben werden darf.
- Jemand bei Ihnen oder Ihrem Systemhaus hat Zugang zur abas-Dokumentation im Extranet.
- Für den Ablauf gibt es eine Stichprobe echter Belege, inklusive der schwierigen Fälle.
- Die Prüfregeln sind aufgeschrieben, nicht nur im Kopf einer Person.
- Es ist festgelegt, wer Abweichungen bearbeitet und wer Ergebnisse freigibt.
- Datenschutzbeauftragung und IT wissen, wo die Automatisierung läuft und welche Daten sie sieht.
Wann es sich nicht lohnt
- Ihre wichtigsten Partner tauschen Belege schon per EDI aus: Dann ist die Pflege der EDI-Anbindung der bessere Hebel als jede Belegauslesung.
- Wenige Belege im Monat mit ständig wechselnden Sonderfällen: Der Aufwand für Regeln und Tests übersteigt die gesparte Handarbeit.
- Ein Releasewechsel oder der Umzug in die Cloud Edition steht in wenigen Monaten an: Dann lieber gleich am Zielstand automatisieren.
- Die Stammdaten sind lückenhaft, etwa fehlende Lieferanten-Artikelnummern oder veraltete Preise: Dann zuerst die Daten pflegen, sonst meldet der Abgleich fast jeden Beleg als Abweichung.
- Niemand in Ihrem Team hat Zeit, Abweichungen zu bearbeiten: Ohne Zuständigkeit stauen sich die Fälle, und die Automatisierung bringt nichts.
Häufige Fragen
Hat abas ERP eine REST API?
Ja, abas bietet laut Hersteller eine REST API für lesenden und schreibenden Datenzugriff in Echtzeit an. Die Liste der Objekte, Endpunkte und Anmeldeverfahren ist nicht öffentlich, sondern liegt im abas-Extranet. Den Zugang bekommen Sie über Ihren abas-Ansprechpartner oder Ihr Systemhaus.
Was ist Abas Connect?
Abas Connect ist das grafische Integrationswerkzeug von abas, mit dem sich Schnittstellen zu Software und Geräten im Low-Code-Ansatz einrichten lassen. Laut abas wandelt es Nachrichten um und leitet sie weiter, ohne dass im Firmennetz eingehende Ports geöffnet werden müssen. Für Belege, die erst ausgelesen und geprüft werden müssen, braucht es davor trotzdem einen eigenen Schritt.
Was bedeutet EDP bei abas?
EDP ist ein Verbindungsweg, über den Programme direkt mit abas ERP arbeiten. In den öffentlichen Beispielprojekten des abas Essentials SDK verbindet sich die Entwicklungsumgebung über EDP mit Host, Port, Benutzer und Passwort. Die ausführliche Doku dazu ist nicht öffentlich. Für Abläufe, die von außen Belege ins ERP bringen, sind REST API und Abas Connect meist der passendere Weg.
Gibt es eine DATEV-Schnittstelle für abas ERP?
Abas nennt in seinem Blog eine DATEV-Schnittstelle für ERP-Systeme als Lösung und verweist auf sein Finanzbuchhaltungsmodul. Format und Umfang beschreibt der Hersteller öffentlich nicht. Ob und wie Ihre Installation an DATEV übergibt, klären Sie mit Ihrem Systemhaus und Ihrer Steuerberatung.
Kann abas ERP E-Rechnungen empfangen?
Ja, für ZUGFeRD/Factur-X nennt abas einen systemgestützten Ablauf für eingehende Rechnungen und Gutschriften. Eine XRechnung als reine XML-Datei führt die Produktseite für den Eingang nicht auf. Für diese und für PDF-Rechnungen brauchen Sie einen vorgelagerten Prüfschritt oder das Zusatzangebot MyForterro E-Invoicing.
Gibt es abas ERP auch in der Cloud?
Ja, die Abas Cloud Edition ist laut Hersteller für Neu- und Bestandskunden verfügbar, als vollständig verwaltetes Betriebsmodell in europäischen Rechenzentren. Upgrades übernimmt dabei abas. Für eine Automatisierung zählen dann nur die Schnittstellen, die der Hersteller in der Cloud freigibt.
Bringt abas eigene KI-Funktionen mit?
Ja, teilweise: Über den Prodaso Connector verbindet abas Produktionsdaten mit KI-Analysen, und erste produktive Lösungen sind laut Hersteller integriert. Viele weitere Anwendungsfälle beschreibt abas als Szenarien ohne Verfügbarkeitsangabe, die MyForterro API als künftiges Element. Was Sie heute für Belege und Abgleiche brauchen, lässt sich über die REST API mit eigener KI und Freigabe umsetzen.
Wird eine Automatisierung bei einem abas-Update beschädigt?
Ein Ablauf über REST API oder Abas Connect ist nur betroffen, wenn sich die Schnittstelle selbst ändert. Anpassungen tief im ERP müssen dagegen bei jedem Release-Wechsel geprüft werden. Planen Sie nach jedem Update einen kurzen Testlauf mit bekannten Belegen ein, unabhängig vom Weg.
Brauchen wir für die Automatisierung ein neues ERP?
Nein, die Abläufe setzen auf Ihrem bestehenden abas ERP auf und nutzen dessen Schnittstellen. Ihr Team arbeitet weiter in abas, nur die Übertragung und Vorprüfung der Belege fällt weg. Ein Systemwechsel ist dafür nicht nötig.
Quellen
- Abas ERP: Startseite (Selbstbeschreibung, Betriebsmodelle, Forterro)abgerufen am 05. November 2026
- Forterro: Abas, ERP für den fertigenden Mittelstandabgerufen am 05. November 2026
- Abas ERP: What Is ERP Integration? (Integrationswege von Abas)abgerufen am 05. November 2026
- Abas ERP: Connectivity & IoT (REST API, Abas Connect, Connectoren)abgerufen am 05. November 2026
- Abas ERP Blog: RESTful API: The Secret Sauce in Better Manufacturing ERPabgerufen am 05. November 2026
- Abas ERP FAQ: Does Abas ERP understand EDI?abgerufen am 05. November 2026
- Abas ERP: E-Invoice, Rechnungen ohne Papierabgerufen am 05. November 2026
- Abas News (09.10.2025): Update mit weiterentwickelter APS-Generation, Cloud- und KI-Funktionen (Service Pack 2024.Q3.1)abgerufen am 05. November 2026
- Abas Pressemitteilung (27.05.2024): Abas Cloud Edition geht auf Roadshowabgerufen am 05. November 2026
- Abas ERP: AI & ERPabgerufen am 05. November 2026
- Abas ERP: MyForterro.aiabgerufen am 05. November 2026
- Abas ERP Blog: DATEV, das Tool für die Finanzbuchhaltung in Deutschlandabgerufen am 05. November 2026
- abas Dokumentation (Weiterleitung ins abas-Extranet, Anmeldung erforderlich)abgerufen am 05. November 2026
- GitHub: abas Essentials SDK, Organisation des SDK-Teams (Karlsruhe)abgerufen am 05. November 2026
- GitHub: abas Essentials SDK trainingApp (README und Konfigurationsvorlage mit EDP-Verbindung)abgerufen am 05. November 2026
- § 14 UStG Ausstellung von Rechnungenabgerufen am 05. November 2026
- § 27 UStG Allgemeine Übergangsvorschriften (Abs. 38)abgerufen am 05. November 2026
Dieser Beitrag ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Genannte Produktnamen sind Marken ihrer jeweiligen Inhaber; eine Partnerschaft mit den Herstellern besteht nicht.